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Mercedes Jahreswagen geben nicht auf

12. Juli 2008 - 21:06 Uhr

Besonders Gary Paffett blickt sehr hoffnungsfroh auf morgen - Die Strategie soll im Rennen den Vorteil bringen

Gary Paffett
Gary Paffett rechnet sich für morgen Chancen auf einen Punkterang aus.
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Bei den Mercedes-Jahreswagen entspricht das heutige Qualifyingergebnis mehr oder weniger den Erwartungen. Bis auf Gary Paffett mussten alle anderen bereits nach dem ersten Qualifyingteil ihre 2007er C-Klasse abstellen. Der Brite war immerhin vier Zehntel schneller als seine Jahrgangskollegen und qualifizierte sich für die 13. Position.

Damit ist Paffett recht zufrieden und kann auch mit dem Umstand leben, dass er rund vier Zehntel langsamer war als Alexandre Prémat als schlechtester 07er Audi. "Der Abstand war aber nicht so groß wie ich dachte, dass er sein würde", meinte er nach dem Qualifying. "Jarvis war sehr schnell, aber die anderen waren nur rund vier Zehntel schneller."

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Insgesamt überraschten ihn heute die sehr guten Rundenzeiten. "Gestern hatte ich einen guten Lauf und habe mich über eine 34.2 Sekunden gefreut." Heute betrug seine Bestzeit immerhin 1:33.209 Minuten. "Ich denke, dass der Regen den Staub von der Stecke gespült und sie sauber gehalten hat", erklärte er sich die besonders guten Bedingungen.

Doch besonders positiv blickt Gary Paffett auf das morgige Rennen und rechnet sich durchaus Chancen auf Punkte aus. Man kann davon ausgehen, dass er so etwas nicht leichtfertig sagt. So glaubt er, bei den 2007er Audi eine Schwachstelle gefunden zu haben: "Wir wissen, dass die Audi große Probleme mit den Reifen haben. Speziell mit den Hinterreifen." Deswegen sind seine Planungen für das Rennen schon recht konkret: "Ich denke, wenn wir in der ersten Runde einen oder zwei überholen können und eine gute Strategie haben, durch die wir wieder zwei oder drei überholen, dann könnten wir auch in die Punkte kommen. Wir sind konstanter als die 07er Audi."

"Ich glaube wir haben hinten unseren eigenen Kampf."
Mathias Lauda

Allerdings sehen die restlichen 2007er Mercedes nicht so hoffnungsvoll in die Zukunft. "Die Pace, die die 07er Audi gehen, ist etwas schneller als unsere", meinte Mathias Lauda. "Ich glaube wir haben hinten unseren eigenen Kampf." Der Österreicher kann mit seinem 15. Platz ganz gut leben, zumal er damit immer noch zweitschnellster Mercedes-Jahreswagen ist. "Mit der Rundenzeit bin ich unzufrieden, ich hätte zwei Zehntel schneller fahren können. Aber wir wußten, dass es sich um die Plätze 14, 15 abspielt." Damit gehört er zu denjenigen, die sich eher Regen wünschen und spricht deswegen für morgen über eine "60 Prozent Regenchance"!

Mit dem letztes Platz musste sich heute Ralf Schumacher zufrieden geben. Wie den anderen 2007er Mercedes war ihm auch klar gewese, dass er nur wenig gegen die Audi ausrichten kann, doch mit seiner eigenen Leistung ist er nicht zufrieden. "Ich habe es einfach nicht ganz zusammengebracht. Ich bin zweieinhalb Zehntel weg von den anderen C-Klasse-Fahrern, was sicherlich nicht sein soll", erzählte er nach dem Zeittraining.

"Überholen kann mich ja keiner."
Ralf Schumacher

Trotzdem hat er noch nicht ganz aufgegeben und kann seiner Position sogar noch etwas Gutes abgewinnen: "Ich hoffe, dass ich morgen einen guten Start habe. Überholen kann mich ja keiner", meinte er mit einem Grinsen. "Vielleicht kann das ja auch zum Vorteil werden. Je nach dem was in der ersten Kurve passiert, kann man es sich von hinten anschauen."

Den 2007er Mercedes dürfte morgen besonders das größere Boxenstoppfenster entgegen kommen. Sollten die Audi wirklich Probleme mit den Reifen haben, sind sie auch taktisch eingeschränkt. Die Teams Mücke und Persson könnten dann mit einer guten Strategie ihre Fahrer weiter nach vorne bringen.

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