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Heidfeld: "Es kann nur wieder aufwärts gehen"

24. Juli 2003 - 15:33 Uhr

Der 26-jährige Sauber-Pilot spricht über eines der schwierigsten Rennwochenenden seiner Karriere und die Probleme am Sonntag

Nick Heidfeld
Heidfeld erlebte in Silverstone ein enttäuschendes Wochenende
© Sauber

(Motorsport-Total.com) - Mit zwei Safety Car-Phasen, eine davon bedingt durch David Coulthards Verlust des Cockpit-Kopfschutzes und die andere durch einen irren "Streckenläufer", war der Große Preis von Großbritannien für alle Beteiligten verrückt, für manche Piloten auf Grund der zeitgleich an die Box stürmenden Teamkollegen auch problematisch.

Heidfeld muss das Wochenende erstmal verarbeiten

Doch so richtig verkorkst war er nur für wenige Fahrer, doch diejenigen hatten absolut nichts zu lachen. Zu ihnen gehörte leider auch Nick Heidfeld, der das ganze Ausmaß des von Beginn an problematischen Rennwochenendes "erstmal verarbeiten" muss.

Wie viele andere Fahrer auch, bekam der Sauber-Pilot einen gewaltigen Schreck, als "Streckenläufer" Neil Horan die Hangar Straight entlang rannte und dabei den vorbeirasenden Boliden extrem nahe kam.

"Ich dachte nur, hoffentlich stürzt er sich nicht in ein Auto"

"Ich dachte nur, hoffentlich stürzt er sich nicht in ein Auto. Als Fahrer bist du machtlos, wenn ein Zuschauer auf die Strecke läuft und dir ins Auto laufen will. Du kannst kaum noch reagieren", erklärt Nick Heidfeld auf seiner privaten Webseite.

Nachdem der Wahl-Schweizer schon am Freitag mit Untersteuern seines C22 kämpfte, am Samstag dann, nachdem er Startplatz 16 herausgefahren hatte, von "der schwierigste Qualifikation des gesamten Jahres" sprach, lief es auch im 60 Runden langen Grand Prix nicht.

"Ich fuhr mit über 100 Kilo durch die Gegend"

"Über das Rennen bin ich immer noch enttäuscht", so Heidfeld, der nach seinem guten Start durchaus noch Hoffnung hatte endlich mal wieder ein gutes Ergebnis einzufahren, doch kurz danach " ging alles schief", resümiert der 26-Jährige enttäuscht.

"Als das Safety-Car das zweite Mal wegen des Mannes auf der Strecke vor uns herfahren musste, wurde beschlossen, dass ich früher als geplant reinkommen sollte. Dann war mein rechter Vorderreifen platt, sodass ich wieder in die Box musste. Jetzt wurde das Auto voll bis an den Rand gefüllt, also fuhr ich mit über 100 Kilo durch die Gegend", so Heidfeld, für den das Fahren mit dem voll betankten Auto nicht unproblematisch war.

Rennen war trotz unplanmäßigen Boxenstopps ohnehin gelaufen

Auch wenn ein Pilot mit einem schweren Boliden gegen die weniger betankte Konkurrenz ohnehin kaum etwas ausrichten kann, so wurde im Fall von "Quick Nick" die Situation noch dadurch verschlimmert, dass man ihn anwies Benzinsparend zu fahren, um nicht noch einmal zum Service an die Box kommen zu müssen. Genau das wurde dann aber später notwendig. Ursache hierfür der Luft verlierende rechte Vorderreifen.

Als "ich zum unplanmäßigen Stopp hereinkam, war das Rennen aber eh schon gelaufen", erklärt Heidfeld für den die einzige positive Erkenntnis wohl darin bestand, dass er ins Ziel kam. Angesichts der vielen Probleme aber nur ein schwacher Trost. Nun hofft der Mönchengladbacher, dass es auf dem Hockenheimring besser wird, denn eigentlich kann es nur noch aufwärts gehen.