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Sauber: Frentzen verdient den Fair-Play-Preis

31. Juli 2003 - 15:22 Uhr

Peter Sauber ist von seinem Fahrer Heinz-Harald Frentzen in Sachen Loyalität und Fairness wieder einmal schwer beeindruckt

Heinz-Harald Frentzen
Heinz-Harald Frentzen war schon in seinen ersten Sauber-Jahren extrem loyal
© Imago

(Motorsport-Total.com/sid) - Heinz-Harald Frentzen verdient den Fair-Play-Preis der Formel 1. Das meint zumindest sein Teamchef Peter Sauber, nachdem sich der 36-Jährige zu Ungunsten seiner eigenen Zukunft für den Verbleib seines Kollegen Nick Heidfeld ausgesprochen hatte. Sauber will in der kommenden Saison das "Team Mönchengladbach" auflösen und hat bereits mit dem Italiener Giancarlo Fisichella und Ferrari-Testfahrer Felipe Massa (Brasilien) verhandelt.

"Ich schätze das unglaublich, was Heinz gemacht hat. So was erlebt man in der Formel 1 sonst nie. Er wollte die Belastung von mir wegnehmen, als er gesagt hat, dass ich lieber Nick behalten soll", erklärte Peter Sauber vor dem Großen Preis von Deutschland am Hockenheimring. Frentzen hatte Peter Sauber vorher gesagt, dass er "nicht mehr unbedingt fahren" müsse. Viel wichtiger sei, dass der 26-jährige Heidfeld in der Formel 1 bleibt. Allerdings ist auch der Verbleib von "Quick Nick" bei Sauber mehr als unsicher. Frentzen hatte schon 1996 ein Angebot von Williams ausgeschlagen, nur um seinen Vertrag mit Sauber zu erfüllen.

Obwohl sich die Anzeichen mehren, wollte sich Frentzen in Hockenheim nicht zu seinem möglichen Abschied aus der Formel 1 äußern: "Ich werde dazu bald etwas sagen, momentan möchte ich das aber noch nicht." Frentzen hatte seine Formel-1-Karriere vor neun Jahren bei Sauber begonnen - hier könnte sie auch enden. Frentzens Berater Monte Field hatte zuletzt erklärt, dass sein Schützling zwar weiter in der Königsklasse fahren wolle, es aber "momentan keine Angebote" gebe. Spekuliert wird über ein Engagement in der DTM.

Heidfelds Manager Werner Heinz bestätigte Verhandlungen mit Toyota, Jaguar, BAR, Jordan, aber auch Sauber. Eine Deadline für einen Vertragsabschluss, so Heidfeld, gibt es nicht: "Ich weiß aber, dass ich nächstes Jahr Formel 1 fahren werde."