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Brundle: Neues Reglement als Stolperfalle

17. Juli 2005 - 11:18 Uhr

Ex-Formel-1-Pilot Martin Brundle erklärt, warum einige Teams in diesem Jahr überraschend hinterherfahren

Martin Brundle
Martin Brundle hofft, dass das BMW WilliamsF1 Team bald wieder siegen kann
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Die Formel-1-Saison 2005 hat einige Überraschungen mit sich gebracht. Vor allem die Tatsache, dass Ferrari derzeit aus eigener Kraft keine Rennen gewinnen kann, verwundert viele. Auch vom Sauber-Team hatte man sich in diesem Jahr mehr erhofft. Doch es gab auch positive Überraschungen wie Red Bull Racing. Der RB1 war zu Saisonbeginn wesentlich konkurrenzfähiger, als dies die Mehrheit erwartet hatte, auch wenn man im Verlauf der Saison nicht mit dem Entwicklungstempo der anderen mithalten konnte.

"Ich denke, dass die 2005er-Regeln ein paar Teams auf dem falschen Fuß erwischt haben", so Ex-Formel-1-Pilot Martin Brundle gegenüber 'ITV'. "Sie haben ein gutes Paket für viel Abtrieb, aber vielleicht bekommen sie das Auto nicht mit wenig Abtrieb zum Arbeiten und umgekehrt. Aufgrund der enormen Datenmengen und der Erfahrung, über die die Teams von den meisten Strecken verfügen, sollten die Teams in Bezug auf das Setup nicht komplett daneben liegen."

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Wie schnell sich das Blatt in der Formel 1 in Bezug auf das Kräfteverhältnis einzelner Teams wenden kann, zeigte sich in dieser Saison bereits mehrfach: "Man muss auch immer bedenken, dass sich die Autos ständig verändern und verbessern, da kann ein Team binnen zwei oder drei Rennen hinten liegen."

Eine Schlüsselrolle schreibt der 46-Jährige den Reifen zu: "Sieben der Teams sind auf Michelin-Reifen, ihnen steht die Wahl der Mischung der Konstruktion für die Vorder- und Hinterachse relativ frei, das kann manchmal funktionieren oder nicht."

Und wie erklärt sich der Brite, wie das BMW WilliamsF1 Team in den letzten paar Rennen so weit abfallen konnte? "Das scheint ein klassischer Fall einer zusammenbrechenden Partnerschaft und der damit verbunden Kultur sein, dass man gegenseitig mit dem Finger auf sich zeigt und sich gegenseitig die Schuld in die Schuhe schiebt."

Zudem habe das neue Aerodynamik-Paket keinen so großen Fortschritt gezeigt, wie man sich das erhofft hatte, auch wenn Mark Webber mit den neuen Teilen in Silverstone schneller war als Nick Heidfeld mit dem alten Paket: "Es ist nur einfach so, dass die anderen Teams Fortschritte gemacht haben und das BMW WilliamsF1 Team an Schwung und Zusammenhalt bei der Partnerschaft verloren hat."