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Wurz: "Ich hatte die Augen schon zu"

18. März 2007 - 07:31 Uhr

Alexander Wurz über die Kollision mit David Coulthard beim Saisonauftakt in Melbourne und seine eher enttäuschende Performance

Alexander Wurz
Keine Punkte beim Comeback: Alexander Wurz hätte sich mehr erhofft
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Schöne Geste nach dem Grand Prix von Australien: David Coulthard ging nach der Kollision mit Alexander Wurz auf den Williams-Piloten zu, entschuldigte sich vor laufenden Kameras und gab ihm einen Klaps auf die Schulter. Wurz war dennoch unzufrieden: Bei seinem Comeback kam er nicht einmal in die Nähe der Punkteränge...

Frage: "Alex, das war nicht der erhoffte Saisonstart. Man hatte das Gefühl, wenn du die Hand nicht weggezogen hättest, wäre dir David Coulthard drübergefahren..."
Alexander Wurz: "Ich hatte die Augen eh schon zu, muss ich sagen, nachdem ich gespürt habe, dass er mich berührt. Ich hätte nicht gedacht, dass er das Manöver macht. Nichtsdestotrotz: Er hat gesagt, es war sein Fehler, hat sich entschuldigt - das akzeptiere ich. Gott sei Dank ist alles gut gegangen."

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Frage: "Wie tief sitzt der Schock nach so einem Crash?"
Wurz: "Das war nicht leiwand, muss ich ehrlich sagen. Ich habe David hinter mir gesehen, hätte aber nicht geglaubt, dass er mit seiner Erfahrung so etwas wagt. Er hat sich aber vor laufenden Kameras entschuldigt, was ich akzeptiere. Er ist ein Gentleman. Helfen tut mir das herzlich wenig, denn das Rennen ist vorbei. Aber gut, so ist das Leben."

Frage: "Warum konntest du nicht weiterfahren, was war mit dem Auto nicht mehr in Ordnung?"
Wurz: "Seitlich war alles herunten, denn er kam ja von der Seite. Da waren ein paar Teile der Radaufhängung kaputt. Keine Chance, da noch weiterzufahren."

"Es war schon ein brutal hartes Rennen."
Alexander Wurz

Frage: "Wie zufrieden warst du denn - abgesehen von der Kollision - mit dem Rennen?"
Wurz: "Es war schon ein brutal hartes Rennen. Ich steckte immer im Verkehr, konnte nie meinen eigenen Speed fahren. So sind wir festgesteckt hinten, im Kampf um die goldene Ananas. Aber gut, das Fahrerfeld ist im Moment so dicht, dass man da halt wenig machen kann. Schade, dass ich das Auto für das Team nicht nach Hause bringen konnte."

Frage: "Es ist nicht nach Wunsch gelaufen, oder?"
Wurz: "Nein. Es war sehr schwierig. Ich war ständig im Verkehr, habe immer Druck auf die Leute vor mir gemacht. Im Augenblick ist die Dichte wie gesagt so eng, dass du wirklich das Letzte geben musst. Ich war ein bisschen zaghaft am Start und dann ging nichts mehr nach vorne."

Frage: "Nico Rosberg hat das Auto richtig gut ins Ziel gebracht, zwei Punkte geholt..."
Wurz: "Das ist gut für das Team."