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Der Unterschied zwischen Weigl und Magma

05. Mai 2008 - 11:03 Uhr

Bei Honda regt sich Widerstand gegen das Übernahmeangebot der Weigl-Gruppe für Super Aguri - Ratenzahlung statt eines sofortigen Ausgleichs

Nick Fry
Honda-Geschäftsführer Nick Fry steht der Weigl-Gruppe skeptisch gegenüber
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Diese Woche soll in Japan die Entscheidung darüber fallen, ob die deutsche Weigl-Gruppe das Super-Aguri-Formel-1-Team übernehmen darf. Das letzte Wort hat offenbar Honda, denn Super Aguri ist beim Automobilhersteller hoch verschuldet. Schon heute oder morgen erwarten wir Nachrichten aus dem Fernen Osten.

Es gilt jedoch als offenes Geheimnis, dass Honda dem Weigl-Angebot nicht allzu aufgeschlossen gegenübersteht - vor allem Formel-1-Geschäftsführer Nick Fry ist skeptisch. Das hat zwei Gründe: Erstens hat Fry seinem alten Kumpel Martin Leach von der Magma-Gruppe ein exklusives Verhandlungsrecht versprochen. Dass der Magma-Deal an den abgesprungenen Investoren aus Dubai scheiterte, war ein herber Rückschlag.

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Fry ist ein Weigl-Skeptiker

Zweitens zweifelt Fry an der Finanzkraft des deutschen Unternehmers Franz Josef Weigl, was auch nicht ganz aus der Luft gegriffen ist, denn Weigls Angebot sieht eine dreijährige Rückzahlung der Super-Aguri-Schulden an Honda in Raten vor. Magma wollte hingegen auf einen Schlag den gesamten Betrag auf den Tisch legen. Angeblich geht es dabei um einen Betrag von mehr als 50 Millionen Euro, manche sprechen sogar von mehr.

Weigl selbst würde jedenfalls sehr gerne mit Aguri Suzuki ins Geschäft kommen: "Wir haben uns vor zwei Jahren kennen gelernt", so der Deutsche. "Ich war schon immer beeindruckt vom Super-Aguri-Team. Das Team ist ein starker Kämpfer und gemessen an seinen finanziellen Mitteln sehr konkurrenzfähig. Mein Unternehmen und meine Investoren finden, dass Super Aguri - mit der Hilfe von Honda - überleben und erfolgreich werden muss."

Wichtige Meetings in Barcelona

Am Rande des Formel-1-Wochenendes in Spanien traf sich Weigl unter anderem mit Suzuki, mit Bernie Ecclestone, der ebenfalls helfen will, und mit dem Generaldirektor von Hondas Motorsportabteilung. Diesem übergab Weigl das Angebot. Weigl ist übrigens nicht auf den Kopf gefallen: Er weiß, dass Takuma Sato ohne Super Aguri auf der Straße stehen würde - und Sato ist so etwas wie ein Honda-Wunschkind, ein japanischer Nationalheld.

Übrigens wäre Super Aguri nicht das erste Engagement von Weigl in der Formel 1, sondern das Unternehmen hat auch schon mit Midland zusammengearbeitet, dem Force-India- und Spyker-Vorgänger. Das nötige Kleingeld für die Königsklasse wäre wohl vorhanden: Weigl erwirtschaftet an sieben Standorten in Deutschland einen Umsatz von über 130 Millionen Euro und beschäftigt knapp über 1.000 Mitarbeiter.

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