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Piquet relativiert den Alonso-Effekt

09. Mai 2008 - 18:21 Uhr

Nelson Piquet Jr. glaubt nicht, dass er von Fernando Alonso allzu viel lernen kann, freut sich aber über die ständig wachsende Erfahrung

Nelson Piquet Jr.
Nelson Piquet Jr. hat gelernt, dass er auf eigenen Beinen stehen muss
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Bisher wartet Nelson Piquet Jr. noch auf seinen ersten WM-Punkt in der Formel 1, aber zuletzt in Barcelona schaffte er immerhin erstmals den Sprung ins Top-10-Qualifying und auch sonst wirkt er nach vier Rennen schon wesentlich gelassener als noch bei seiner etwas verkrampften Premiere in Australien.

Dies sei die ganz normale Lernkurve, erklärte der Renault-Pilot gegenüber unseren bulgarischen Kollegen von 'Club F1': "Ich lerne ständig dazu - einmal geht das besser, einmal schlechter. Man erlebt unterschiedliche Situationen und sammelt Wissen darüber", so Piquet. "Ich hätte gerne mehr Punkte geholt und bessere Resultate eingefahren, aber es lief halt nicht so. Das Auto hatte auch ein paar Probleme."

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Vor Saisonbeginn hatten ihm viele empfohlen, sich an Superstar Fernando Alonso zu orientieren, aber das ist leichter gesagt als getan. Alonso ist nämlich erstens verflixt schnell und hat zweitens - wie jeder Rennfahrer - in erster Linie sein eigenes Interesse im Sinn. Daher fällt es Piquet schwer, sich vom Doppelweltmeister etwas abzuschauen, um vom Alonso-Effekt zu profitieren.

"Wir können nicht viel miteinander tun, denn wir arbeiten zu 90 Prozent mit unseren Ingenieuren", erklärte Piquet, der aber Gerüchte über ein angespanntes Verhältnis gleich im Keim erstickte: "Wir reden ganz normal miteinander." Es sei einfach der Lauf der Dinge, dass man mehr mit dem Renningenieur zusammenarbeitet als mit dem Teamkollegen.

Die Setups der beiden Renault-Piloten sind jedoch durchaus kompatibel: "In den meisten Rennen ist unser Setup ähnlich", bestätigte Piquet. "Früher war Fernando im Team ganz anders als Fisichella, der ja so sauber fährt, aber er ist heute auch schon weniger aggressiv. Man kann mit diesen neuen Reifen einfach nicht mehr so aggressiv fahren. Da mussten sich alle Fahrer umstellen."

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