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Trotz Crash: Massa zum Auftakt Schnellster

04. Juli 2008 - 12:32 Uhr

Obwohl er sich auf Fernando Alonsos Öl in Stowe in die Barrieren drehte, fuhr Felipe Massa in Silverstone Bestzeit vor den beiden Silberpfeilen

Felipe Massa
Felipe Massa war nach etwa einer Stunde der Session zum Zuschauen verdammt
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Weil alle zehn Formel-1-Teams schon vergangene Woche in Silverstone getestet haben, war das heutige erste Freie Training zum Grand Prix von Großbritannien nicht mit allzu viel Fahrbetrieb gesegnet. Unterm Strich waren es dann aber doch unterhaltsame und trockene 90 Minuten für die geschätzten 50.000 Fans - vor allem dank Fernando Alonso.

Der Renault-Pilot (6./+ 0,861/7 Runden) erlitt nämlich wie schon am Freitagmorgen in Magny-Cours nach knapp einer Stunde beim Anbremsen der Stowe-Kurve einen Motorschaden und verteilte eine riesige Ölspur auf der Strecke, auf der erst Timo Glock (12./Toyota/+ 1,527/22 Runden) ausrutschte und dann auch noch Felipe Massa (Ferrari/8 Runden). Letzterer hatte weniger Glück als Glock, konnte sein Auto nicht abfangen und krachte rückseitig in die Barrieren.


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Massas Bestzeit blieb unangefochten

Das Heck des F2008 wurde dabei schwer beschädigt, aber Massa beziehungsweise Ferrari müssen den Abflug auf ihre eigene Kappe nehmen, weil die Streckenposten mit Ölflaggen auf die rutschige Stelle hingewiesen hatten. Trotz dieses Zwischenfalls blieb der Brasilianer bis zum Ende der Session mit einer Zeit von 1:19.575 Minuten an der Spitze des Klassements. Auf die Testbestzeit der vergangenen Woche von Lewis Hamilton fehlte also nur noch eine halbe Sekunde.

Hamilton (McLaren-Mercedes/+ 0,048/13 Runden) wurde heute Dritter und war damit bester Lokalmatador. Allerdings fing ihn sein Teamkollege Heikki Kovalainen (15 Runden) im allerletzten Versuch noch ab: Der Finne hatte nach dem schnellen ersten Sektor, der den Silberpfeilen sehr gut zu liegen scheint, noch mehr als drei Zehntelsekunden Vorsprung auf die Massa-Zeit, am Ende fehlten ihm allerdings 0,012 Sekunden.

Mit 0,373 Sekunden Rückstand rundete Kimi Räikkönen (Ferrari/16 Runden) das rot-silberne Spitzenquartett ab, gefolgt von Robert Kubica (BMW Sauber F1 Team/+ 0,792/11 Runden) und Alonso, die ebenfalls weniger als eine Sekunde Rückstand hatten. Bester Deutscher wurde Sebastian Vettel (Toro-Rosso-Ferrari/+ 1,013/18 Runden), der nach 20 Minuten in 1:22.972 Minuten die erste Zeit der Session gesetzt hatte.

Deutsche stecken im Mittelfeld fest

Nick Heidfeld
Nick Heidfeld hatte auch in Silverstone einen schwierigen Start ins Wochenende
© xpb.cc

Die weiteren Deutschen landeten wie so oft im hart umkämpften Mittelfeld: Nico Rosberg (10./Williams-Toyota/+ 1,169/27 Runden) verbesserte in den letzten Minuten zwar noch seine Zeit, aber nicht mehr die Position, Glock wurde Zwölfter und Nick Heidfeld (BMW Sauber F1 Team/+ 1,532/18 Runden) 13. Auf Teamkollege Kubica fehlten damit heute 0,740 Sekunden - wenn er sich endlich aus der Krise befreien will, muss "Quick Nick" also noch zulegen.

Große Überraschungen blieben am Freitagmorgen aus, auch das Force-India-Ferrari-Team mit dem neuen Aerodynamikpaket konnte keine Bäume ausreißen: Adrian Sutil (+ 2,594/16 Runden) war zwar heute um genau fünf Hundertstelsekunden schneller als Giancarlo Fisichella (19 Runden), aber das bedeutete nur den 18. Platz. Außerdem waren beide einmal neben der Strecke - Sutil mit einem instabilen Heck in Becketts, Fisichella im letzten Sektor.

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