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Toyota mit kurzfristiger Programmänderung

23. Juli 2008 - 18:50 Uhr

Am zweiten Testtag in Jerez fuhr Jarno Trulli wichtige Setup-Versuche im Hinblick auf das kommende Rennen in Ungarn

Jarno Trulli
Jarno Trulli wird morgen beim Jerez-Test von Teamkollege Timo Glock abgelöst
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Die andalusische Hitze in Jerez sorget am zweiten von vier Testtagen dafür, dass Toyota sein Programm kurzfristig umstellte. Man zollte den hohen Temperaturen Tribut und begann daher bereits am frühen Morgen mit der Setup-Arbeit im Hinblick auf das kommende Rennen nahe Budapest. Jarno Trulli spulte am Mittwoch insgesamt 81 Runden ab und belegte mit seiner Bestzeit von 1:20.534 Minuten Rang sieben im Klassement. Der Italiener hatte somit einen Rückstand von über eineinhalb Sekunden auf die Tagesbestzeit von Sebastian Vettel.

"Nachdem wir uns gestern auf 2009 vorbereitet haben, sind wir heute wieder an die aktuelle Arbeit gegangen. Unser Fokus lag auf der Vorbereitung des Ungarn-Rennens", gab Trulli zu Protokoll. "Wir haben heute Morgen am Setup gearbeitet, weil es heute Nachmittag zu windig und vor allem viel zu heiß war. Am Nachmittag standen Vergleichsfahrten auf dem Programm. Wir wollten schauen, inwieweit die Ergebnisse aus dem Windkanal mit den Werten auf der Strecke korrelieren."

"Wir haben auch heute schon einige neue Aerodynamikteile für Ungarn getestet, aber im Laufe der Woche kommt da noch mehr", baute Trulli die Spannung für die kommenden Tage auf. "Wir haben heute einige Runden fahren können und auch Fortschritte gemacht. Es ging heute nicht um schnelle Rundenzeiten, sondern um die Verbesserung des Autos. Wir sind in einem engen Kampf um Platz vier in der Konstrukteursmeisterschaft. Das ist unser eigentliches Ziel."

Toyota-Testteam-Manager Gerd Pfeiffer erklärte: "Die Hitze blieb so extrem, sodass wir kurzfristig unser Programm etwas umgestellt haben. Wir haben die Setup-Arbeit für Ungarn schon heute morgen gemacht, weil die Strecke da im besten Zustand war. Am Nachmittag gab es Aerodynamik-Vergleiche im Hinblick auf das Rennen. Der Hungaroring zählt zu den absoluten High-Downforce-Strecken im Kalender, also haben wir mit dem speziellen Paket gearbeitet. Es war ein produktiver Tag ohne größere Probleme."

Morgen wird Timo Glock die Arbeit seines Teamkollegen fortführen. Der Deutsche fühlt sich nach seinem Unfall in Hockenheim offenbar wohl und hat von den Ärzten grünes Licht für den Test bekommen.