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Ungarn: Williams hofft auf Umschwung

28. Juli 2008 - 19:50 Uhr

Nach den wenig erfolgreichen Auftritten in Silverstone und Hockenheim gibt es im Williams-Team Hoffung - Nico Rosberg: "Hungaroring sollte uns besser liegen"

Kazuki Nakajima
Kazuki Nakajima konnte in Silverstone den bisher letzten Williams-Punkt holen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Ein Punkt aus den vergangenen vier Rennen. Die Ausbeute war für die Williams-Mannschaft zuletzt sehr dürftig. Der FW30 scheint auf schnellen Kursen nicht gut zu funktionieren, vor allem schnelle Kurven wirken auf den Boliden offenbar wie Gift. Da kommt der britischen Traditionsmannschaft das anstehende Rennwochenende in Ungarn gerade recht. Der enge Kurs nahe Budapest verspricht der Williams-Mannschaft höhere Erfolgschancen, vor allem Nico Rosberg reist mit viel Zuversicht nach Ungarn.

"Der Hungaroring ist ein völlig anderer Kurs als die, die wir in den letzten Grands Prix befahren haben", so der Weltmeistersohn. "Es ist ein ähnliches Layout wie in Monaco und das war eine Strecke, die unserem Auto gut lag. Man braucht dort ein ganz anderes Setup als wir es in den letzten paar Rennen benutzt haben und wir gehen fest davon aus, dass es dort besser laufen wird." Gerade der Vergleich mit Monaco sollte Rosberg optimistisch stimmen, denn dort hatte sich Williams - zumindest bis zum Ausfall - als sehr konkurrenzfähig gezeigt.

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Gute Leistung im Jahr 2007

Auch die Statistik des vergangenen Jahres sollte die Zuversicht wachsen lassen. 2007 konnte sich Rosberg in Ungarn sensationell auf Startplatz vier platzieren und im Rennen als Siebter wichtige Punkte nach Hause fahren. "Wir haben im vergangenen Jahr im Qualifying einen tollen Job gemacht und es lief auch im Rennen gut. Ich glaube, dass wir uns auf ein gutes Wochenende freuen dürfen. Es ist in Budapest häufig sehr heiß. Das kann es hart werden lassen, aber das ist nie ein Problem für mich", beschrieb der Williams-Pilot die besonderen Umstände in Ungarn.

"Ich glaube, dass wir uns auf ein gutes Wochenende freuen dürfen."
Nico Rosberg

Teamkollege Kazuki Nakajima wird am Hungaroring zwar kein Neuland betreten, aber an Erfahrung mangelt es womöglich doch. "Ich bin dort noch nie mit einem Formel-1-Auto gefahren, aber im vergangenen Jahr hatte ich dort Auftritte mit der GP2-Serie und es gab ein gutes Resultat", so der Japaner. "Die Strecke sollte unserem Auto liegen, außerdem haben wir in der vergangenen Woche in Jerez beim Test am Setup gearbeitet. Wir sollten also gut vorbereitet dorthin kommen."

Die Reise nach Ungarn ist für viele Piloten - nicht unbedingt wegen der Rennstrecke - ein Highlight im Kalender. Die finnischen Grand-Prix-Stars feiern das Wochenende dort als Heim-Grand-Prix, weil traditionell viele Landleute speziell nach Ungarn fahren, für viele andere liegt der besondere Reiz in der Stadt Budapest. "Budapest soll sehr cool sein. Ich war zwar im vergangenen Jahr in der Stadt untergebracht, hatte aber keine Zeit, mir etwas anzuschauen", erklärte Nakajima. Er fügte an: "Vielleicht kann ich in diesem Jahr etwas mehr erkunden."

Qualifying extrem wichtig

"Man kann dort verschiedene Strategien fahren."
Sam Michael

Auch für Williams-Technikchef Sam Michael birgt der Hungaroring echte Besonderheiten: "Dort ist maximaler Abtrieb gefragt und die Piloten müssen einen weichen Fahrstil an den Tag legen, weil das Auto konstant quer beschleunigt wird. Konzentration ist für einen guten Rhythmus und eine gute Runde grundlegend wichtig. Es gibt keine Belastungen durch lang gezogene, schnelle Kurven. Bridgestone bringt die weichen und superweichen Reifen nach Budapest."

Es scheinen aus Sicht von Williams alle Zutaten für ein starkes Wochenende vorhanden zu sein. "Man kann dort verschiedene Strategien fahren. In den vergangenen Rennen waren dort Ein-, Zwei und Dreistopp-Strategien erfolgreich. Natürlich ist dort auf diesem engen und kurvigen Kurs eine gute Qualifying-Leistung sehr wichtig und auch ein starker Start, weil dort das Überholen extrem schwierig ist."

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