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Red Bull: Viva Valencia!

18. August 2008 - 16:48 Uhr

Valencia statt Nürburg: Red Bull blickt voraus auf die neue Zukunft des Grand Prix von Europa - Eine wie immer nicht ganz ernst gemeinte Rennvorschau

Valencia
Am kommenden Wochenende heulen in Valencia die Formel-1-Motoren auf
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Der Begriff "Großer Preis von Europa" war in den vergangenen Jahren eng mit dem Nürburgring verbunden. Doch in diesem Jahr ist alles anders: Der Europa-Grand-Prix wird nicht in der malerischen Eifel, sondern im Hafen von Valencia ausgetragen. Für Red Bull der Anlaß, unter dem Motto "Viva Valencia!" in der Rennvorschau - nicht ganz ernst gemeinte - Vergleiche zwischen den beiden Locations zu ziehen.

Die Formel-1-Welt sei erstaunt gewesen, als sie erfahren habe, dass der Große Preis von Europa nicht mehr auf dem Nürburgring ausgetragen werde, heißt es in der Teamvorschau. Die große Frage: Wie soll man ohne die Attraktionen, die Nürburg bietet, zurechtkommen? Ohne das pulsierende Nachtleben, die schicken Clubs und Bars, die Fünf-Sterne-Restaurants in Streckennähe und die Strände?

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Valencia rühme sich zwar mit toller Architektur, aber das könne man nicht mit den Bergen der Eifel vergleichen, meint Red Bull - vor allem wenn es regnet und man die Berge durch den Nebel sehen kann. Zudem brüste sich die spanische Stadt damit, das größte Aquarium Europas zu haben. Doch Red Bull gibt zu bedenken: Der Nürburgring habe schließlich die berühmte Nürburg, die so aussehe wie jene Burgen, die man als Dekoration in Goldfisch-Gläsern finde. Würde man also am Nürburgring ein Aquarium bauen, in das die Burg hineinpasst, wäre dieses etwa so groß wie die Schweiz und damit wesentlich größer als das in Valencia.

Paella versus Sauerkraut

Valencia behauptet von sich, dass in der Stadt die Paella erfunden wurde. Red Bull stellt die Frage: Kann man darauf stolz sein? Wie jeder Restaurantbesitzer bestätigen würde, sei Paella eine tolle Art, die Fischreste, die am Ende der Woche im Kühlschrank noch übrig sind, auf die Teller gutgläubiger Touristen zu bringen. Und dabei werde einem erzählt, der Fisch sei gerade von waghalsigen Seeleuten gefangen worden, die die Meere durchpflügen, um die frischesten Zutaten nach Hause zu bringen. Das könne man nicht mit den furchtlosen Männer von Nürburg vergleichen, die tief in die nahegelegenen Seen tauchen, um das gefürchtete Tentakel-armige Sauerkraut niederzuringen, das in der Eifel auf den Tellern landet.

Auch das Wasser sei in Valencia nicht das, was man sich erwartet. Das berühmte "Aqua de Valencia" sei schließlich kein Wasser, sondern ein "tödlicher Cocktail" aus Champagner, Orangensaft, Gin und Wodka. Am Nürburgring sei das anders: Dort bekomme man richtiges Wasser - man müsse nur mit offenem Mund nach draußen in den Regen gehen.

Stichwort Orangen-Saft: Man dürfe sich laut Red Bull nicht vom Namen täuschen lassen, denn die berühmte "Valencia-Orange" sei in Wirklichkeit erstmals im kalifornischen Santa Ana gezüchtet worden. Die wesentlich würdevolleren Einwohner von Nürburg dagegen hätten sich gar nicht die Mühe gemacht, ihren heimischen Orangen einen Namen zu geben - "was vielleicht erklärt, warum sie so schwer zu finden sind", heißt es in der Vorschau.

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