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Valencia: Feuertaufe bestanden - Räikkönen Schnellster
Kimi Räikkönen sicherte sich die erste Tagesbestzeit auf dem neuen Stadtkurs vor Alonso und Button - Timo Glock als einziger Deutscher in den Top 10
(Motorsport-Total.com) - Valencia hat die Feuertaufe bestanden: Die ersten 180 Trainingsminuten auf dem brandneuen Stadtkurs im Hafengelände der Mittelmeermetropole sind ohne nennenswerte Zwischenfälle verlaufen, weshalb sich die Veranstalter zunächst einmal zufrieden auf die Schulter klopfen dürfen. Richtig heiß wird es aber erst am Samstag und Sonntag.
Die einzige kleine "Panne" des Tages ereignete sich zu Beginn des zweiten Freien Trainings, als ein Zuschauer plötzlich in der Auslaufzone einer Rechtskurve auftauchte und von drei Sicherheitsleuten weggebracht werden musste. Ansonsten herrschte aber ganz normaler Fahrbetrieb mit vielen Runden - auch die Metallfuge am Übergang zur Brückenpassage bereitete nicht die von Bridgestone befürchteten Reifenprobleme.

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Fast kitschig schönes Wetter
Zum Drüberstreuen herrschten bei der Premiere optimale Wetterbedingungen mit strahlend blauem Himmel und bis zu 31 Grad Lufttemperatur. Beinahe hätte Lokalmatador Fernando Alonso (Renault/+ 0,020/39 Runden) das spanische Glück mit der Tagesbestzeit perfekt gemacht, denn als die 90 Minuten vorbei waren, lag er in Führung, aber in letzter Minute wurde er noch von Kimi Räikkönen (Ferrari/1:39.477 Minuten/30 Runden) abgefangen.
Die beiden Ferraris - Felipe Massa (+ 0,201/31 Runden) - gaben lange Zeit den Ton an, doch kurz vor Schluss wurde die Wertigkeit des Klassements stark in Frage gestellt, als erst Alonso und dann auch noch Jenson Button (3./Honda/+ 0,069/35 Runden) mitten in die Weltspitze fuhren. Schon heute Morgen hatte es ja die eine oder andere Überraschung gegeben, was beweist, dass die neue Strecke ein wenig frischen Wind in die Formel 1 bringt.
Apropos Wind: Die Meeresbrise mag zwar bei den hohen Temperaturen grundsätzlich recht angenehm sein, doch sie wehte auch jede Menge Staub auf die Strecke, die somit durchgehend ziemlich rutschig war. Je länger die Session dauerte, desto mehr Grip baute sich auf. Nichtsdestotrotz gab es unzählige kleine Ausrutscher, die jedoch wegen der für einen Stadtkurs recht großen Auslaufzonen allesamt ohne Folgen blieben.
Nur eine kleine Schrecksekunde
Für die größte Schrecksekunde des Tages sorgte Nico Rosberg (12./Williams-Toyota/+ 1,130/34 Runden), als er sich beim Anbremsen der letzten Kurve drehte und beinahe mit Mark Webber (11./Red-Bull-Renault/+ 1,108/24 Runden) kollidiert wäre. Auch diese Szene ging jedoch glimpflich aus. Und dann gab es obendrein noch eine Untersuchung gegen Alonso, weil er bei der Anfahrt zur Box die weiße Linie überfuhr.
McLaren-Mercedes belegte zunächst die Positionen fünf (+ 0,235/31 Runden) und sechs (+ 0,477/30 Runden) durch Lewis Hamilton und Heikki Kovalainen. Bester Deutscher wurde Timo Glock (7./Toyota/+ 0,490/32 Runden), der seit Platz zwei in Ungarn auf Wolke sieben zu schweben scheint und seinen Teamkollegen Jarno Trulli (15./+ 1,400/32 Runden) sicher im Griff hatte. Robert Kubica (BMW Sauber F1 Team/+ 0,672/35 Runden) belegte Rang acht.
Vettel fällt auf Platz 16 zurück
Für die weiteren Deutschen lief es nicht besonders gut: Sebastian Vettel (Toro-Rosso-Ferrari/+ 1,505/36 Runden) fiel ohne den Bonus frischer Reifen vom ersten Platz heute Morgen auf P16 zurück, Adrian Sutil (17./Force-India-Ferrari/+ 1,522/32 Runden) lag lange auf Augenhöhe mit seinem Teamkollegen, hatte dann aber doch klar das Nachsehen, und bei Nick Heidfeld (18./BMW Sauber F1 Team/+ 1,607/35 Runden) schien der letzte Punch zu fehlen.
Interessant auch, dass neun Fahrer - bis Nelson Piquet (Renault/+ 0,962/32 Runden), der mit anderen Bremsscheiben als am Vormittag unterwegs war - innerhalb von einer Sekunde lagen, Rubens Barrichello (Honda/31 Runden) als 20. und Letzter auch nur 1,900 Sekunden hinter der Bestzeit war - bei etwa fünfeinhalb Kilometern Streckenlänge am ersten Tag einer brandneuen Rennveranstaltung ein denkbar knappes Resultat.
Alles in allem war es eine gelungene Premiere des Valencia Street Circuit in der Formel 1, auch wenn die TV-Bilder nicht ganz das halten konnten, was Bernie Ecclestone im Vorfeld versprochen hat. Die Strecke liegt zwar im Stadtgebiet, erinnert aber von der Charakteristik her eher an eine permanente Rennanlage mit einigen Besonderheiten. Dem Fürstentum Monaco wird Valencia den Rang jedenfalls nicht ablaufen...












