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Vettel fährt Premierenbestzeit in Valencia

22. August 2008 - 11:32 Uhr

Gelungene Premiere für den Stadtkurs in Valencia: Sebastian Vettel überraschte mit Bestzeit vor Massa und Hamilton - Session ohne Unfälle

Sebastian Vettel
Wie schon in Istanbul 2006 sicherte sich Sebastian Vettel die erste Bestzeit
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Die ersten 90 Minuten auf dem mit Spannung erwarteten Stadtkurs in Valencia sind vorbei - und die Trainingspremiere ist gelungen: Es gab keinen einzigen Einschlag und gegen Ende hin tasteten sich die 20 Fahrer immer näher ans Limit heran. Und wie das Wetter ohne eine einzige Wolke am Himmel über der Mittelmeermetropole mitspielte, war fast schon kitschig.

Sportlich gesehen ging die Session wie erwartet nur schleppend los, weil sich zunächst viel Staub auf dem Asphalt befand. So mussten die spanischen Fans bis in die 19. Runde warten, ehe die erste Formel-1-Zeit überhaupt auf dem Valencia Street Circuit gestoppt wurde - 1:49.926 Minuten von Sébastien Bourdais (4./Toro-Rosso-Ferrari/+ 0,603/31 Runden), der sich bis zum Ende auf 1:41.099 Minuten steigern konnte.

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Toro Rosso mit neuen Reifen sehr schnell

Bourdais' Teamkollege Sebastian Vettel sorgte für die große Überraschung, denn mit einem frischen Reifensatz übernahm er kurz vor Schluss die Führung. Zwar konnte Felipe Massa (2./Ferrari/+ 0,158/27 Runden) noch einmal kurz kontern, aber im letzten Versuch setzte sich Vettel nach 29 Runden mit einer Bestzeit von 1:40.496 Minuten an die Spitze - genau wie übrigens auch bei der Premiere der Strecke in Istanbul im Jahr 2006.

Allerdings war Vettels Bestmarke nicht ganz unumstritten, denn der Heppenheimer zählte zu jenen Piloten, die die Auslaufzonen in manchen Kurven sehr unbekümmert nutzten, um Schwung mitzunehmen - was eigentlich nicht erlaubt ist und für den Rest des Wochenendes wohl unterbunden wird. Auch Lokalmatador Fernando Alonso (9./Renault/+ 0,889/31 Runden) lotete die Regeln diesbezüglich recht optimistisch aus.

Lewis Hamilton (McLaren-Mercedes/21 Runden) war derjenige, der am schnellsten auf Speed kam, und am Ende belegte er mit 0,326 Sekunden Rückstand den dritten Platz. Vierter wurde Bourdais, gefolgt von Heikki Kovalainen (McLaren-Mercedes/+ 0,667/23 Runden) und Robert Kubica (BMW Sauber F1 Team/+ 0,785/24 Runden), der wieder einmal konstant schneller war als Stallgefährte Nick Heidfeld (16./+ 1,957/23 Runden).

Dreher von Hamilton und Glock

Lewis Hamilton
Lewis Hamilton landete trotz eines Drehers am Ende auf dem dritten Platz
© xpb.cc

Kimi Räikkönen (7./Ferrari/+ 0,821/27 Runden) machte zu Beginn des Trainings einen stärkeren Eindruck als am Ende, blieb aber im Gegensatz zu so manchem Kollegen fehlerlos. Zwei Minuten vor Schluss verzeichnete zum Beispiel Hamilton einen klassischen Dreher, während Timo Glock (14./Toyota/+ 1,540/27 Runden) gleich zweimal entgegengesetzt zur Fahrtrichtung stand. Alle solchen Zwischenfälle gingen aber dank der großen Auslaufzonen glimpflich aus.

Wo landeten die übrigen Deutschen? Nico Rosberg (Williams-Toyota/+ 1,210/22 Runden) wurde Zehnter und verlor damit sein Stallduell und Adrian Sutil (Force-India-Ferrari/+ 1,455/23 Runden) überraschte mit neuem Schnellschaltgetriebe als guter 13. Allerdings waren Fahrer und Teams zunächst damit beschäftigt, die Strecke zu lernen, Daten zu sammeln und am Grobtuning zu arbeiten - repräsentativ war das Resultat also wohl noch nicht.

Die knapp fünfeinhalb Kilometer lange Strecke hat ihre erste Prüfung durch die Formel 1 jedenfalls bestanden, auch wenn die Optik weniger spektakulär ist als von Bernie Ecclestone versprochen. Durch die Barrieren fangen die TV-Kameras verhältnismäßig wenig vom mediterranen Flair der Hafenstadt ein und auch die Brücke kommt auf den meisten Bildern kaum wie eine Brücke rüber. Valencia wird Monte Carlo jedenfalls nicht den Rang ablaufen...

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