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Trainingsauftakt: Kaum Action auf der "Achterbahn"

05. September 2008 - 11:32 Uhr

Ganz zahm präsentierte sich Spa-Francorchamps im ersten Freien Training - Ferrari zunächst doch deutlich schneller als McLaren-Mercedes

Felipe Massa
Ferrari gab im ersten Training in Belgien mit beiden Fahrern den Ton an
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Viele Ausritte, die aber allesamt ohne Folgen blieben, da und dort eine aberkannte Zeit wegen Abkürzens der Bus-Stop-Schikane, ein paar Übungsstarts auf dem Grid nach Ende der Session, aber das war's dann auch schon - die spektakuläre "Ardennen-Achterbahn" Spa-Francorchamps präsentierte sich in den ersten 90 Minuten des Grand-Prix-Wochenendes noch von ihrer zahmen Seite.

Sportlich war das Geschehen dafür umso interessanter, denn nach dem Sieg von Felipe Massa schien das Ferrari-Team auch heute Morgen zunächst souverän den Ton anzugeben: Massa drückte der Session von Anfang an seinen Stempel auf, steigerte sich mit weichen Reifen am Ende auf eine Bestzeit von 1:47.284 Minuten und lag damit nach 26 absolvierten Runden a 7,004 Kilometer Länge an der Spitze des Klassements.


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Ferrari in allen Bereichen stark

Massa fuhr in allen drei Sektoren absolute Bestzeit und war bei den Geschwindigkeitsmessungen interessanterweise speziell in den kurvenreichen Passagen immer top. Teamkollege Kimi Räikkönen (2./+ 0,339/26 Runden) markierte indes mit 324 km/h beim Anbremsen zu Les Combes den besten Topspeed. Die beiden Ferraris waren damit um gut eine halbe Sekunde schneller als die von den Silberpfeilen angeführten Verfolger.

McLaren-Mercedes reihte sich mit Lewis Hamilton (+ 0,594/27 Runden) und Heikki Kovalainen (+ 0,648/24 Runden) auf den Positionen drei und vier ein. Wenn man bedenkt, dass im Vorjahr um über zwei Sekunden schneller gefahren wurde, dann müssen diese Zeiten noch nicht viel bedeuten, andererseits scheint sich aber der Trend von damals zu bestätigen, dass Spa-Francorchamps Ferrari einfach besser liegt als McLaren-Mercedes.

Für positive Überraschungen sorgten Fernando Alonso (Renault/+ 0,820/26 Runden), der als einziger Nicht-Ferrari- oder -McLaren-Mercedes-Pilot innerhalb von einer Sekunde mit der Bestzeit mithalten konnte, aber auch die beiden Toro-Rosso-Ferraris von Sébastien Bourdais (7./+ 1,273/31 Runden) und Sebastian Vettel (8./+ 1,674/24 Runden). Schnellster Vertreter der Red-Bull-Flotte war dennoch Mark Webber (6./Red-Bull-Renault/+ 1,144/29 Runden).

Neuer Frontflügel für Rosberg

Sebastian Vettel
Für Sebastian Vettel begann das Wochenende in Belgien nach Wunsch
© xpb.cc

Zweitbester Deutscher hinter Vettel wurde Timo Glock (9./Toyota/+ 1,713/26 Runden), gefolgt von Nick Heidfeld (12./BMW Sauber F1 Team/+ 1,901/26 Runden), Nico Rosberg (13./Williams-Toyota/+ 2,327/30 Runden) und Adrian Sutil (17./Force-India-Ferrari/+ 2,833/19 Runden). Rosberg hatte vom schwarz-rot-goldenen Quintett wohl am meisten zu tun, denn der Wiesbadener absolvierte Vergleichstests mit einer alten und einer neuen Frontflügelvariante.

Mit am wenigsten mit der ersten Session zufrieden war wohl Robert Kubica (BMW Sauber F1 Team/25 Runden), denn der Pole klagte erst lautstark über seine Bremsen und konnte sich in der Folge nie richtig mit dem Setup anfreunden. Das bedeutete mit 1,855 Sekunden Rückstand den zwölften Platz. Teamkollege Heidfeld experimentierte eher mit dem Reifendruck. Insgesamt scheint das BMW Sauber F1 Team noch nicht in Topform zu sein.

Insgesamt freilich dürften die Hierarchien klar sein: Ferrari vor McLaren-Mercedes - und dann kommen Alonso, Toro-Rosso-Ferrari und der Rest. Natürlich kann es aber im Verlauf des Wochenendes noch zu einigen Verschiebungen kommen, speziell angesichts der unsicheren Wetterprognose. Schon heute Nachmittag könnte es nämlich regnen, weshalb die ersten 90 Minuten von allen Protagonisten intensiv genutzt wurden.

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