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Glock Freitagsschnellster beim Toyota-Heimspiel
Timo Glock fuhr in einem nicht allzu aufregenden zweiten Training vor Fernando Alonso und Lewis Hamilton Bestzeit - Nick Heidfeld auf dem vorletzten Platz
(Motorsport-Total.com) - Wer sich in der Nacht nicht früher als sonst aus dem Bett gequält hat, um die ersten beiden Formel-1-Trainings zum Grand Prix von Japan live zu verfolgen, der hat nicht viel versäumt. Genau wie die erste verlief auch die zweite Session am Nachmittag recht ereignislos, was zum Teil sicher am unerwartet trockenen Wetter mit bis zu 22 Grad lag.
Die Teams nutzten diese Bedingungen, um sich angesichts des für morgen vorhergesagten Regens intensiv auf das Rennen vorzubereiten, was klarerweise auf Kosten der Zeitenjagd ging. Diese Umstände nutzte sehr zur Freude der Toyota-Bosse Timo Glock, der 44 Runden absolvierte und in 1:18.383 Minuten Tagesbestzeit markierte und auch deutlich schneller war als die schnellsten Zeiten des Vormittags.
Glocks Zeit für die Vorstände?
Natürlich liegt der Verdacht nahe, dass Toyota auf der hauseigenen Grand-Prix-Strecke etwas weniger Benzin an Bord gehabt haben könnte, aber Glocks Zeit hielt ungeachtet dessen bis zum Schluss. Der einzige Konkurrent, der ihm am Ende noch einmal gefährlich wurde, war Singapur-Sieger Fernando Alonso (Renault/+ 0,043/41 Runden) mit einem großen Sprung vom 15. auf den zweiten Platz.
Erst dahinter folgten die üblichen Topfahrer Lewis Hamilton (+ 0,080/40 Runden), Felipe Massa (+ 0,108/40 Runden) und Kimi Räikkönen (beide Ferrari/+ 0,342/39 Runden). Die Abstände waren diesmal so knapp, dass Heikki Kovalainen (32 Runden) im zweiten McLaren-Mercedes mit gerade mal 0,420 Sekunden Rückstand nur noch Neunter wurde. Generell ist es noch sehr schwierig, zwischen Silber und Rot irgendwelche Trends auszumachen.
Für eine Überraschung sorgte Mark Webber (Red-Bull-Renault/+ 0,351/39 Runden) als Sechster. Außerdem markierte der Australier mit 27,5 Sekunden eine überragende Bestzeit im zweiten Sektor, doch später stellte sich heraus, dass ihm diese nur wegen einer abgekürzten Schikane gelungen ist. Lokalmatador Kazuki Nakajima (7./Williams-Toyota/+ 0,351/36 Runden) und Sebastian Vettel (8./Toro-Rosso-Ferrari/+ 0,378) landeten ebenfalls weit vorne.
Extrem knappe Zeitabstände
Vettel war mit 23 Runden der "faulste" Fahrer in einer ansonsten unglaublich betriebsamen Session. Bemerkenswert: 17 (!) Fahrer - bis hin zu David Coulthard (Red-Bull-Renault/+ 0,944/36 Runden) - landeten innerhalb von einer Sekunde. Selbst Giancarlo Fisichella (Force-India-Ferrari/+ 1,099/44 Runden) lag noch in Schlagdistanz, nur Honda fehlte ausgerechnet auf japanischem Boden im Schnitt fast eine halbe Sekunde auf den Rest.
Die übrigen Deutschen im Feld waren mit unterschiedlichem Erfolg unterwegs: Nico Rosberg (13./+ 0,598/41 Runden) wurde von seinem Teamkollegen Nakajima ein wenig in den Schatten gestellt, Adrian Sutil (16./Force-India-Ferrari/+ 0,904/41 Runden) war erstaunlich konkurrenzfähig, obwohl er seine letzte schnelle Runde nicht umsetzen konnte, und Nick Heidfeld (19./BMW Sauber F1 Team/+ 1,511/37 Runden) ging am Ende nicht mehr auf die Strecke.
Nennenswerte Zwischenfälle gab es abgesehen von den üblichen kleinen Ausritten, zu denen Nelson Piquet (12./Renault/+ 0,505/43 Runden) mit seinen Verbremsern in der ersten Kurve am eifrigsten beitrug, kaum. Wie sich das Kräfteverhältnis am Samstag und Sonntag entwickeln wird, ist ebenfalls unmöglich abzuschätzen, schließlich soll es zu regnen beginnen - und dann würde wieder alles bei null beginnen...












