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Howett: "Wir existieren, um zu gewinnen"
Toyota-Teampräsident John Howett erklärt im Interview, warum Toyota eher international als japanisch ist, und er definiert Ziele für den Rest der Saison
(Motorsport-Total.com) - Frage: "Der Grand Prix von Japan ist ein Heimrennen für Toyota, aber ist er auch das wirkliche Heimrennen?"
John Howett: "Für unser Team gibt es drei Heimrennen. Das Rennen in Deutschland ist natürlich der örtliche Event für uns, weil wir unseren Sitz in Köln haben. Dabei versteht sich, dass es näher liegt, wenn es auf dem Nürburgring ausgetragen wird, Hockenheim ist aber ebenfalls ein Heimrennen. Auch der Grand Prix von Belgien ist ein Heimrennen für uns, weil Spa nur eine Stunde von Köln entfernt liegt und Toyota Europa seinen Sitz in Brüssel hat. Dann kommt der Grand Prix von Japan auf dem Fuji Speedway. Dies ist für uns ein sehr wichtiges Ereignis und natürlich ebenfalls ein Heimrennen, weil Toyota seinen Ursprung in Japan hat. Auf allen Heimrennen genießen wir eine große örtliche Unterstützung und sind natürlich ganz besonders darauf bedacht, auch entsprechende Resultate zu erzielen."
Frage: "Wie japanisch ist Toyota?"
Howett: "Toyota besitzt eher eine Unternehmenskultur als eine nationale Kultur. Wir besitzen Produktionsstätten auf allen Kontinenten und verkaufen Autos in praktisch allen Ländern der Welt. Als ein Team ist Toyota im Grunde global - wir sind zu international, um uns als japanisch, deutsch oder auch europäisch bezeichnen zu können. Man könnte vielleicht sagen, dass Japan das Land unserer geistigen Wurzeln ist. Das Team umfasst ein kräftiges Kontingent an japanischen Mitarbeitern, wir operieren aber unabhängig von der Muttergesellschaft. Im Prinzip sieht es so aus, dass wir uns jedes Jahr auf einen Etat und eine Strategie einigen und damit betraut werden, diese Zielsetzungen zu realisieren."
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Frage: "Glaubst du, dass Toyota Vierter in der Konstrukteurswertung wird?"
Howett: "Ich bin zuversichtlich, dass wir in dieser Saison Vierter werden können, denn ich weiß, dass wir das Potenzial und den Willen dazu haben, unsere Ziele zu realisieren. Dieses Team ist allerdings nicht dazu da, Vierter zu sein - wir existieren, um zu gewinnen. Deswegen haben wir auch andere Ziele für den Rest der Saison. Wir streben an, unsere Performance im Vergleich zu den anderen Teams weiter zu verbessern, also um Plätze auf dem Podest zu kämpfen. Deswegen arbeiten wir aggressiv an der Entwicklung des Autos dafür. Gleichzeitig müssen wir die substantiellen Fortschritte weiterführen, die wir beim Auto für 2009 erreicht haben. Das ist keine leichte Aufgabe, denn nichts in der Formel 1 ist leicht, und wir sind bereit, diese Herausforderung in Angriff zu nehmen."










