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F3-Cup: Es bleibt spannend

21. Juli 2008 - 16:38 Uhr

Der Formel-3-Cup zeigt in der Saison 2008 eine Ausgeglichenheit, was auf die erheblich breiter gewordene Leistungsdichte im Feld zurückzuführen ist

Frédéric Vervisch
Vizemeister Frédéric Vervisch ist noch nicht da, wo er sein kann
© Formel-3-Vereingung e. V.

(Motorsport-Total.com) - Vier Rennen haben die Teams des Formel-3-Cups in dieser Saison bereits hinter sich gebracht. Erste Favoriten und Tendenzen der aktuellen Saison zeichnen sich ab. Neue Teams haben sich eingelebt und alle konnten sich auf die neuen Bedingungen und Herausforderungen einstellen. Viele sind über die starke Konkurrenz und die hohe Leistungsdichte im diesjährigen Formel-3-Cup überrascht. "Auch wir mussten uns darauf einstellen, obwohl wir ja in der Serie schon etabliert sind", gestand Othmar Welti, Teamchef des Swiss Racing Teams.

Im Jahr 2008 sorgen immer wieder die Rookies für Furore, die Neulinge setzen die erfahrenen Fahrer gehörig unter Druck. Das musste auch Vizemeister Frédéric Vervisch feststellen, der in diesem Jahr den Meistertitel holen will. "Er steht sehr unter Druck und setzt sich auch selber unter Druck, deswegen haben wir in den letzten Wochen verdammt hart gearbeitet", berichtet sein Teamchef Welti. Inzwischen konnte er sich auf den zweiten Tabellenrang vorarbeiten und für seinen Teamchef ist klar: "Er ist noch nicht da, wo er sein kann."


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Für einen anderen Teamchef konnte es bisher kaum besser laufen, nämlich für Massimo Pollini vom Team Ombra Racing. "Wir haben bisher die Pace bestimmt", meinte der Italiener selbstbewusst. Und das kann er sich auch leisten, denn Matteo Chinosi führt die Tabelle im Formel-3-Cup an. Der Neuling im Team, Federico Leo, liegt mit einem Punkt Rückstand in der Rookie-Wertung auf dem zweiten Rang und auch Massimo Rossi schlägt sich in der Formel-3-Trophy beachtlich und liegt dort momentan auf Rang vier.

Eine neue und große Herausforderung brachte die Saison 2008 für Van Amersfoort Racing. Der Niederländer Frits van Amersfoort hat erstmals auf den neuen Formel-3-Motor von Volkswagen Motorsport gesetzt: "Ich bin sehr froh mit VW-Motoren ausgerüstet zu werden. Die Zusammenarbeit funktioniert optimal."

Doch nicht nur die Motoren sind neu, auch die beiden Fahrer Rahel Frey und Laurens Vanthoor gaben ihr Debüt in der Formel 3. "Am Anfang hatten wir noch kleine Startschwierigkeiten, da sich Team und die Fahrer aneinander gewöhnen mussten. Zwischenzeitig ist eine gute Vertrauensbasis aufgebaut", so Van Amersfoort weiter. Aber auch er als erfahrener Formel-3-Teamchef musste zugeben, dass die Konkurrenz dieses Jahr noch stärker wurde. Deswegen ist er mit einer Pole-Position und zwei Podiumsplätzen durchaus zufrieden.

Aus der Formel-3-Euroserie kam das Team Neuhauser Racing in den Formel-3-Cup - mit Teamchef Knud Rieser und den beiden Fahrern Gerhard Tweraser und Marco Oberhauser. Rieser ist mit den ersten Rennen nicht ganz zufrieden, obwohl Tweraser schon zwei Siege einfahren konnte: "Es ist gut, aber es reicht nicht. Gerhard hat noch nicht gezeigt, was er wirklich kann. In den Tests sind wir immer vorne dabei, in den Qualifyings können wir die Leistung dann oft nicht kompensieren."

Marco Oberhauser, der in der Trophy-Wertung startet, ist eine positive Überraschung. "Mit Marco hatten wir uns die Top drei der Trophy-Tabelle vorgenommen und jetzt führt er diese interne Wertung sogar an - absolut Klasse", freut sich Teamchef aus Österreich. Rieser weiß allerdings auch: "Es kommen noch schwierige Rennen auf uns zu."

Nicht nur auf ihn, sondern auch auf den Rest des Feldes. Der Formel-3-Cup ist zu einer leistungsstarken und ausgeglichenen Nachwuchsserie geworden. In den vergangenen acht Rennen standen fünf verschiedene Sieger auf dem Podest, 17 Piloten konnten bereits punkten. Zwischen dem Tabellenersten und dem Zweitplatzierten liegen gerade einmal vier Punkte und der Tabellenfünfte kann schon bei der nächsten Veranstaltung mit dem Führenden gleichziehen - deutlicher kann man Ausgeglichenheit kaum mehr demonstrieren. Es bleibt also weiter spannend!

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