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Eifelrennen: Comeback einer Rennsport-Legende

24. September 2008 - 15:44 Uhr

Am kommenden Wochenende startet wieder das ruhmreiche Eifelrennen auf dem Nürburging - Viele große Piloten haben schon daran teilgenommen

ADAC Eifelrennen
Das Eifelrennen auf dem Nürburgring steht für Tradition und Legenden
© ADAC

(Motorsport-Total.com/sid) - Der Mythos lebt: Nach mehrjähriger Pause erlebt das einst so ruhmreiche ADAC Eifelrennen am Wochenende ein Comeback auf der großen Motorsport-Bühne. "Wir alle freuen uns riesig auf diese Veranstaltung, es ist das dienstälteste Rennen auf unserer Strecke", sagte Nürburgring-Geschäftsführer Walter Kafitz. Mit dem Eifelrennen wurde 1927 der Nürburgring eröffnet, von Rudolf Caracciola bis zu Michael Schumacher starteten praktisch alle berühmten Rennfahrer ihrer jeweiligen Epoche bei diesem Klassiker. Auch bei der Neuauflage ist die Besetzung hochkarätig.

Von legendären Vorkriegsfahrzeugen wie dem Mercedes-Benz S, mit dem Caracciola das Nürburgring-Eröffnungsrennen gewann, bis zum sechsrädrigen Tyrrell P34/5-Formel-1-Boliden aus den späten 70er Jahren können Besucher die Evolution des Motorsports hautnah erleben. Vor allem Mercedes schrieb beim Eifelrennen Geschichte. "Der Nürburgring ist die Geburtsstätte der Silberpfeile. Mercedes-Benz ist in seiner Motorsport-Tradition eng mit dieser Geburtsstunde verbunden - bis heute sind unsere Rennautos weltweit die Silberpfeile", sagt Mercedes-Sportchef Norbert Haug.

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Am Steuer sitzen Ex-Formel-1-Piloten wie Jochen Mass und David Piper, Tourenwagen-König Klaus Ludwig ist ebenfalls dabei, aber nur als Zuschauer. "Es ist toll, die erfolgreichen Autos aus früheren Zeiten zu sehen. Ich selbst habe nur gute Erinnerungen an diese Veranstaltung", meint Ludwig.

Einer der erfolgreichsten Starter ist Hans-Joachim Stuck. "An das Eifelrennen erinnere ich mich immer wieder gerne. Mit BMW, Ford und Porsche konnte ich in Fahrzeugen von drei Herstellern insgesamt sechs Siege erzielen", sagt der heutige VW-Motorsportrepräsentant.

Zu den bekannten Gewinnern des Eifelrennens zählen Fahrer wie Bernd Rosemeyer (Auto Union/2 Siege), Hermann Lang (Mercedes), Juan Manuel Fangio (Mercedes), Jim Clark, Jochen Rindt, Jackie Stewart, Jochen Mass, Marc Surer, Bernd Schneider, Michael Bartels, Jörg Müller und DTM-Spitzenreiter Timo Scheider (1997).

Siegerauto von 1927 zu bewundern

Bewundern können die Zuschauer den Original-Mercedes-Benz Typ S, mit dem Caracciola die erste Auflage der Veranstaltung gewann, und rund 100 weitere Vorkriegsfahrzeuge. Im neuen Fahrerlager gibt es Formel-Fahrzeuge, Tourenwagen und GTs der Nachkriegsjahre zu bestaunen.

"Als feststand, dass wir eine historische Veranstaltung in unseren Sportkalender aufnehmen, wurde deutlich, dass der seit einigen Jahren vakante Titel des Eifelrennens genau die richtige Wahl ist", sagt Peter Geishecker, Sportleiter des ADAC Nordhrein: "Denn mit diesem Veranstaltungstitel verbinden viele Zuschauer Erinnerungen an großartige Motorsporterlebnisse."

Das Mercedes-Benz-Werksmuseum bringt einmalige Stücke mit in die Eifel. Darunter ist auch der 120-PS-Mercedes-Rennwagen, auf dem Christian Lautenschlager beim Großen Preis von Frankreich in Dieppe 1908 den ersten Grand-Prix-Sieg der Unternehmensgeschichte erzielte. Ein weiteres Prunkstück der Stuttgarter ist ein Mercedes-Benz W154 Silberpfeil von 1939, der von Jochen Mass bei Demorunden über die Nordschleife pilotiert wird.

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