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Schumacher: "Ayrton war eine Inspiration"

13. April 2004 - 12:26 Uhr

Schumacher erinnert sich an seine ersten Eindrücke von Ayrton Senna und den tödlichen Unfall am 1. Mai 1994 in Imola

Michael Schumacher (Ferrari)
Michael Schumacher fuhr direkt hinter Senna, als der Brasilianer verunglückte
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Mit Ayrton Senna verlor die Formel 1 am 1. Mai 1994 einen der besten Rennfahrer aller Zeiten, Brasilien einen Nationalheld und Michael Schumacher einen Gegner, der ihm den Kampf um die WM-Titel in den folgenden Jahren mit Sicherheit schwer gemacht hätte. "Das war ein schwerer Verlust für den gesamten Motorsport", so der Deutsche auf seiner Internetseite. "Ayrton war eine Inspiration, nicht nur für mich. Er war ein Symbol, er hat dem Sport so viel gegeben."

Das erste Mal traf der 35-Jährige auf Senna bei einem Kart-Rennen in Nivelles: "Das muss 1980 gewesen sein. Da war dieser Fahrer, der mir sofort ins Auge fiel: Seine Linie, seine Kart-Beherrschung, seine Eleganz, wie er überholt hat - das war einfach extrem auffällig. Ich habe mich sofort erkundigt, wie er hieß, und es war Ayrton." Danach verlor der Ferrari-Pilot den damals noch unbekannten Rennfahrer aus den Augen, bis er 1991 auf ihn in der Formel 1 traf: "Aber ich werde mich immer an diesen ersten Eindruck erinnern."

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Als Schumacher selbst in die Formel 1 kam, da dachte er nicht an Senna sondern zunächst einmal nur an seine eigene Karriere, weil er dachte, dass die Formel 1 "extrem schwierig" werden würde: "Als ich dann aber zum ersten Mal fuhr, habe ich gemerkt, dass ich die Autos beherrschen kann. Und natürlich war es dann ein besonderes Gefühl, gegen Leute wie Prost oder Senna anzutreten. Zumal ich sah, dass ich mithalten konnte."

Wenn man Schumacher nach dem tragischen Unfall am 1. Mai 1994 anspricht, dann erinnert sich der Deutsche noch heute an die Szene, als der Williams-Renault FW16 an der Boxenmauer zerschellte: "Ich fuhr ja direkt hinter ihm. Es war sowieso ein schreckliches Wochenende, weil am Tag zuvor schon Roland Ratzenberger verunglückt war. Es war ein Schock für mich, für uns alle. Als ich erfahren habe, was passiert ist, war ich fassungslos."

Wie Schumacher weiter erklärt, sei er an jenem tragischen Wochenende das erste Mal mit dem Tod in seinem Sport konfrontiert worden: "Ehrlich gesagt waren das damals für mich Dinge, von denen ich glaubte, sie seien längst Vergangenheit. Ich habe erst mal eine ganze Weile gezweifelt, ob ich damit überhaupt weiter machen wollte." Seitdem wurde die Sicherheit der Autos deutlich verbessert: "Das ist aber auch das einzig Positive, das man vielleicht aus dieser Tragödie ziehen kann."