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Pirelli kann es nun etwas entspannter angehen

01. Juli 2008 - 17:19 Uhr

Der neue Einheitsreifen von Pirelli hat die Härtetests am Mittelmeer recht gut überstanden - Vorerst keine Modifikationen geplant

Pirelli Schotterreifen
Der Schotterreifen von Pirelli hat die Härtetests am Mittelmeer bestanden
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Nach der Türkei-Rallye kann man auch bei Pirelli ein bisschen durchatmen. Die extrem rauen Schotterpisten in Sardinien, Griechenland und nun der Türkei galten als ultimativer Bewährungstest für die härtere Mischung des Schotter-Einheitsreifens "Scorpion". "Jetzt können wir ein bisschen entspannen", sagte der Rallye-Manager von Pirelli, Mario Isola, gegenüber 'wrc.com'. "Jetzt stehen Herausforderungen wie Finnland und Neuseeland an, aber wir wissen, dass dort die Reifen nicht so angegriffen werden wie in Sardinien, Griechenland und der Türkei."

In der Türkei habe es anders als in Griechenland kaum platte Reifen gegeben, hat Isola beobachtet. Dafür sei dort der Reifenabrieb sehr groß gewesen: "Wir haben dort viele Reifen gesehen, die völlig heruntergefahren waren. Das ist aber kein Problem, weil sie immer noch fahrbar sind. Vielleicht verliert man etwas an Performance, aber die Luft bleibt in den Reifen und die Fahrer schaffen es bis ins Ziel. Wir freuen uns, dass das Rallye-Ergebnis nicht durch Reifenschäden oder Ähnliches zustande gekommen ist."

In der zweiten Saisonhälfte wird überwiegend der weichere Schotterreifen zum Einsatz kommen. Mit ihm haben alle Teams bereits im vergangenen Jahr getestet, deshalb sieht man dem Einsatz bei Pirelli ohne größere Sorgen entgegen.

Die FIA möchte die Einheitsreifen drei Jahre lang so einsetzen, wie sie entworfen wurden. Nur wenn es Probleme gibt, kann Pirelli beim Weltverband beantragen, Modifikationen vornehmen zu dürfen. "Wenn wir etwas verändern würden, dann nur aus Sicherheitsgründen und nicht, um die Performance zu steigern", sagte Isola. "Im Moment planen wir aber keine Änderungen. Wir sind soweit zufrieden, aber werden uns natürlich auch die Meinungen der Hersteller und der FIA anhören. Es gibt in der Sommerpause ein paar Meetings, aber ich denke nicht, dass wir um Modifikationen gebeten werden."

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