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Suzuki: Man lernt nie aus

07. Juli 2008 - 15:41 Uhr

Suzuki-Teamanager Paul Wilding zieht Halbzeitbilanz der ersten Saison - Keine klare Aussage zu möglicher Rennpause 2009

Toni Gardemeister
Die erste Saisonhälfte hat sich für Suzuki als nicht gerade einfach erwiesen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Sommerpause in der WRC - Zeit, eine erste Zwischenbilanz zu ziehen. Für Newcomer Suzuki war es kein einfaches erstes Halbjahr in der ersten vollen Saison in der Rallye-Weltmeisterschaft. Nach acht Läufen haben die Japaner zehn Hersteller-Punkte auf ihrem Konto, Pilot Toni Gardemeister hat zwei Fahrer-Punkte, Per-Gunnar Andersson einen.

"Es war keine einfache erste Saisonhälfte", bilanzierte Teammanager Paul Wilding gegenüber 'Crash.net'. "Es waren sechs Monate Lehrzeit - eine recht intensive Lehrzeit. Wir haben aber viel gelernt und einige sehr gute Fortschritte gemacht. Der SX4 WRC wurde seit Anfang des Jahres enorm weiterentwickelt. Das Team und auch die Fahrer haben in den vergangenen sechs Monaten viel dazu gelernt."

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Griechenland als Highlight

Bisheriges Highlight für Suzuki war die Rallye Griechenland, bei der beide Piloten für das Team punkten konnten. "Das war sehr, sehr gut", so Wilding. "Griechenland ist zweifellos einer der härtesten Läufe im Kalender. Es war für das Team und auch die Fahrer sehr befriedigend. Wir konnten Autos bauen, die den Herausforderungen einer der härtesten Rallyes des Jahres gewachsen waren."

"Es wäre unrealistisch, zu erwarten, dass wir in unserem ersten Wettbewerbsjahr keine Probleme haben würden."
Paul Wilding

Nicht immer erwies sich der SX4 WRC als so robust wie in Griechenland. Die Zuverlässigkeit bleibt die Achillesferse bei Suzuki. Immer wieder wurden Gardemeister und Andersson von der Defekthexe zurück- oder ganz aus dem Rennen geworfen. Allerdings trete ein Problem selten mehrfach auf, berichtete Wilding.

"Jedes Problem, das wir hatten, konnten wir recht schnell lösen", sagte der Teammanager. "Die vergangenen sechs Monate waren eine Test- und Lernphase. Es wäre unrealistisch, zu erwarten, dass wir in unserem ersten Wettbewerbsjahr keine Probleme haben würden. Deshalb sind wir mit unseren bisherigen Fortschritten recht zufrieden."

Der Speed wird immer besser

"In der Türkei sind wir die bisher besten Zeiten gefahren."
Paul Wilding

Wilding sieht die positiven Seiten: "In der Türkei sind wir die bisher besten Zeiten gefahren. Wir waren mit beiden Autos pro Kilometer weniger als eine halbe Sekunde langsamer als der Schnellste, der in diesem Fall ganz deutlich Jari-Matti Latvala war." Allerdings wurde das Suzuki-Duo wieder von der Technik ausgebremst. Bei Gardemeister streikte der Kühler, bei Andersson die Elektrik, für beide war die Türkei-Rallye damit schon am Samstag beendet.

"Die Probleme, die wir dann in der Türkei bekommen haben, hatten wir zuvor noch nicht", berichtete Wilding. "Wir werden sie lösen und hoffentlich für die nächste Rallye besser aufgestellt sein."

Ausblick in die Zukunft

"Wir möchten mit beiden Autos bei jedem Lauf ins Ziel kommen."
Paul Wilding

Das Ziel für die zweite Saisonhälfte ist, konstanter zu werden. "Wir möchten mit beiden Autos bei jedem Lauf ins Ziel kommen. Zur Mitte der zweiten Saisonhälfte wollen wir dann auch noch schneller werden. Die Piloten sind für die anstehenden Läufe sehr zuversichtlich. Gegen Ende des Jahres sollte es gut laufen und Plätze im Mittelfeld der Top 10 sollten drin sein."

An den Spekulationen, dass Suzuki in Neuseeland ein drittes Auto einsetzen wird, sei übrigens nichts, erklärte Wilding. Er wisse nicht, wo dieses Gerücht herkomme. Zu einem anderen Gerücht nahm Wilding nicht Stellung: Die Frage, ob die Japaner 2009 ein Jahr Auszeit nehme, könne er nicht beantworten. Derzeit konzentriere man sich auf die aktuelle Saison. Rein wirtschaftlich mache es allerdings wenig Sinn, nur für ein Jahr in die WRC zu kommen, so Wilding.

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