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Transsyberia Onboard: Die letzte Nacht im Bett

16. Juli 2008 - 18:00 Uhr

Porsche-Pilot Armin Schwarz ist mit dem Transsyberia-Tross in Novosibirsk angekommen - Ab morgen wird nicht mehr im Hotel, sondern im Zelt geschlafen

Hotel Transsyberia Rallye
Heute Nacht schläft der Rallye-Tross zum letzten Mal in einem Hotel
© Transsyberia Rallye

(Motorsport-Total.com) - Der Transsyberia-Tross ist in Novosibirsk angekommen. Porsche-Pilot Armin Schwarz stimmt zu: Die Großstadt ist auf dem Weg nach Osten der letzte "Vorposten der Zivilisation", bevor es dann ins Niemandsland geht. "Ja, so ungefähr sieht es schon aus", sagte er gegenüber 'Motorsport-Total.com'. "Morgen Abend campieren wir in einem Tal, weil wir es von dort aus nicht mehr so weit zur Grenze haben." Das ist insofern wichtig, weil der Tross unter Umständen den ganzen Freitag an der Grenze zur Mongolei fest hängt.

Zwar ist es schon etwas ungewöhnlich, wenn ein Rallyetross die Grenze zwischen Russland und er Mongolei passiert, doch Schwarz weiß aus dem Vorjahr, dass die Grenzbeamten das Spektakel relativ gelassen sehen: "Ich glaube, dass die Grenzer das ganze Jahr über irgendwelche Rallyes und Durchzüge und Ähnliches sehen. Da werden wir zwar wieder eine Attraktion sein, aber nicht die einzige."

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Heute Abend übernachten die Teilnehmer zum letzten Mal im Hotel - und damit zum letzten Mal in einem weichen Bett. Ab morgen sind Zelt und Schlafsack angesagt. "So schlimm finde ich das gar nicht", sagte Schwarz über den mangelnden Komfort. "Ich glaube, dass wir recht komfortable Schlafsäcke haben und von unserer Ausrüstung her alles Nötige haben. Das Abenteuerfeeling wird jetzt halt noch größer. Das einzige, was etwas unangenehm ist, ist wenn man sich am Morgen waschen will. Das geht ja nur, wenn ein Bach da ist. Abends ist es dasselbe. Da schaut man dann, wenn man wieder durch eine Stadt kommt, dass man einfach mal wieder unter eine Dusche kommt."

Sportlich läuft es gut

Damit zum Sportlichen. Die gestrige 50-Kilometer-Prüfung haben Schwarz und sein Co-Pilot Andi Schulz für sich entschieden. Und wie lief es heute? "Heute lief es auch hervorragend, ich weiß die Zeit noch nicht, aber ich glaube, dass sie sehr gut war", berichtete der Porsche-Pilot. "Wir haben heute einfach genutzt, dass man innerhalb eines Zeitfensters von einer Stunde starten kann. Dadurch kann man etwas abwarten, damit man nicht die ganze Zeit im Staub der Vorderleute herumfährt. Wir hatten zwar Staub durch einen Vordermann, aber den konnten wir dann Gott sein Dank gleich überholen. Dadurch hatten wir wesentlich weniger Staub."

Nach dem missglückten ersten Tag, an dem sie in einem Wasserloch fast eine Stunde verloren haben, haben Schwarz und Schulz eine starke Aufholjagd gezeigt und ihren Rückstand auf die Spitze enorm verringert. "Das muss man ja auch", sagte Schwarz dazu. "Wir haben jetzt nicht unbedingt so eine Aufholjagd hingelegt, damit wir in der Mongolei ganz vorn sind, sondern uns ist einfach wichtig, dass wir von der Zeit her nicht so weit weg sind von den anderen. Dann ist alles möglich."