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Forsythe: Tony George und IRL nein - Atlantic ja

01. März 2008 - 12:09 Uhr

Gerald Forsythe und sein Rennteam werden nicht an der IRL von Tony George teilnehmen, das Atlantic-Programm läuft jedoch unverändert weiter

Gerald Forsythe
Gerald Forsythe bleibt seinen Prinzipien im Zusammenhang mit Tony George treu
© ChampCar

(Motorsport-Total.com) - Gerald Forsythe ist sich am Ende also doch noch selber treu geblieben und hat sich der wiedervereinigten Open-Wheel-Szene verweigert. Oberflächlich betrachtet ist dies sicher eine auf den ersten Blick überraschende Entscheidung, doch wenn man ein paar Indizien zusammenträgt, dann ist dies nur konsequent.

25 Jahre lang war Forsythe in der US-amerikanischen Formelszene ein durchaus zu beachtender Faktor. Auch 1991 war er dabei, als der ominöse Split zwischen der damaligen CART-Szene und der Indy Racing League von Tony George seinen Anfang nahm.

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Forsythe war einer der mächtigen CART-Teambosse, die durch ihre ablehnende Haltung den Präsidenten des Indianapolis Motor Speedway in eine Konkurrenzsituation trieben, doch während Penske, Andretti und Co. längst die Zeichen der Zeit erkannten und die Seiten wechselten, blieb Forsythe stur.

Auch nachdem Ende 2003 sein kanadischer Langzeitsponsor, der Zigarettenkonzern Players aufgrund einer Gesetzesänderung keine Werbung mehr auf seinen ChampCar-Boliden machen durfte, ersetzte er diesen kurzerhand durch Indeck Energy, eine Elektronikfirma aus seinem eigenen Unternehmenspool.

Michael Andretti ist nicht überrascht

Paul Tracy
Paul Tracy muss sich nun einen neuen Arbeitgeber suchen
© ChampCar Media

Er stattete das kanadische Urgestein Paul Tracy mit einem langjährigen Vertrag aus, wohl wissend, dass der heute 39-Jährige so ziemlich die letzte verbleibende Kultfigur im Kampf gegen die IRL war. Das alles ist nun Makulatur, denn Forsythe will offensichtlich nicht in einer Liga fahren, der Tony George vorsteht.

Bezeichnenderweise ist davon sein Rennprogramm in der Formel Atlantic nicht betroffen. Die Nachwuchsserie soll unter einem Dach, welches noch näher zu bestimmen sein wird, weitergeführt werden. Tony George fällt dabei aus, denn die IRL hat mit der IndyPro-Serie eine eigene Liga für Youngsters.

Es wird immer deutlicher, dass Forsythe wirklich der berühmte letzte Mohikaner zu sein scheint, und angesichts der Tatsache, dass man seinem langjährigen ChampCar-Mitstreiter Kevin Kalkhoven nachsagt, dass dieser bereits einige Male bereit gewesen sei, eine Wiedervereinigung ernsthaft ins Auge zu fassen, dürfte auch klar sein, wo in den vergangenen Jahren das entscheidende Veto zu vermuten war.

Michael Andretti etwa sieht in der Forsythe-Entscheidung nichts Besonderes: "Ich war nicht überrascht", erklärte der Andretti-Green-Mitbesitzer. "Ich habe mir gedacht, dass das passieren wird, ich hatte dieses Gefühl im Bauch." Forsythe sei "ein stolzer Mann. Es muss einen Grund geben, warum er die Dinge bei den ChampCars getan hat. Ich habe nicht erwartet, dass er klein beigibt, und hierher kommt."

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