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Stewart-Haas-Racing, der "Rohdiamant"

22. Juli 2008 - 22:25 Uhr

Haas-Teamchef Joe Custer setzt alle seine Hoffnungen in seinen neuen Teambesitzer Tony Stewart, der dem "Rohdiamanten" Leben einhauchen soll

Joe Custer Tony Stewart
Joe Custer (li.) hält große Stücke auf seinen neuen Chef Tony Stewart
© NASCAR

(Motorsport-Total.com) - Joe Custer, der Teamchef von Stewart-Haas-Racing, ist Optimist: "Ich glaube, dass wir nächstes Jahr das Daytona 500 und die Meisterschaft gewinnen können." Dies wäre natürlich ein echter Coup für ein Team, das derzeit keines ihrer beiden Fahrzeuge in den Top 35 sieht.

Aber mit der Ankunft des neuen Teambesitzers Stewart ist auch ein Positivismus in den top-modernen Haas-Shop in Kannapolis eingekehrt. Custer ist sich sicher, dass der zweifache NASCAR-Champion seine Entscheidung gut überdacht hat: "Er ist ein ziemlich intelligenter Junge. Ich vermute, er hat sich wahrscheinlich das angesehen, was wir über die Jahre aufgebaut haben."

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Gene Haas, der US-Industrielle und Besitzer der verbleibenden 50 Prozent, zählt wahrlich nicht zur armen Bevölkerungsschicht und hat in Sachen Infrastruktur regelmäßig sein Scheckbuch gezückt: "Wir haben unser Programm immer wieder nach oben gefahren, aber die Resultate haben das nicht reflektiert", versicherte Custer. "Ich denke, er hat in uns einen Rohdiamanten gesehen."

Gebaut werden die Stewart-Haas-Chevrolets auch weiterhin bei Hendrick Motorsports, lediglich das so entscheidende Feintuning und die Cup-die Einsätze werden von den Haas-Mitarbeitern vorbereitet. "Man braucht über eine lange Periode Stabilität", verriet Custer den Grundgedanken der Firma.

Diese hofft man nun auch in der Person Stewart gefunden zu haben. "Ich sehe in Tony jemanden, der versteht, dass es um die Menschen geht. Man kann nicht nur einfach einen Scheck ausstellen und dann Ergebnisse erwarten. Man braucht als Besitzer eine Begeisterung, von der Spitze bis ganz nach unten."

Genau dieses erwartet Custer in Zukunft von seinem neuen Boss und Piloten. "Ich hoffe, dass wir ihm durch unser Verhältnis dabei helfen können, als Besitzer ein Top-Level zu erreichen. Eines, von wo aus er einer der dominanten Besitzer in den kommenden 20 Jahren dieses Sports ist."