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Vorschau: IndyCars in Edmonton

24. Juli 2008 - 09:58 Uhr

Einmal im Jahr haben die ehemaligen ChampCar-Piloten zumindest keinen Nachteil, denn sie kennen die Strecke beim Rexall Edmonton Indy bestens

Start Edmonton
Sébastien Bourdais gewann in Edmonton zwei ChampCar-Rennen
© IRL

(Motorsport-Total.com) - Etwa eine Million kanadischer Dollars nahmen die Organisatoren des Edmonton-Rennens 2007 in die Hand, um die Strecke neu zu asphaltieren. Als dann im Februar 2008 die Wiedervereinung der beiden US-Formelserien geschah, hatte man großes Glück neben Long Beach und dem australischen Surfers Paradise auch 2008 auf dem Kalender zu stehen. Doch das hatte gute Gründe.

Es ist das einzige kanadische IndyCar-Rennen der Saison, aber es ist auch eines der beliebtesten. 2007 sahen 167.000 Zuschauer den Sieger der ChampCars Sébastien Bourdais, der auch die Edmonton-Premiere 2005 gewann. Dazwischen schmuggelte sich Justin Wilson, der in dieser Saison der Nachfolger des Franzosen im Newman-Haas-Cockpit ist.

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Der Rexall Speedway in Edmonton ist ein 3,154 Kilometer langer, temporärer Flugplatzkurs auf dem City Centre Airport nahe Downtown Edmonton. Der superschnelle Kurs hat 14 Kurven und gilt als die zuschauerfreundlichste Strecke im gesamten ChampCar-Kalender, da auf den Tribünen 80 Prozent des gesamten Komplexes eingesehen werden können.

Auf den Geraden werden Geschwindigkeiten bis zu 320 Stundenkilometern erreicht und einige Kurven bieten gute Überholmöglichkeiten. Alles zusammen addiert führte dieses bei der Edmonton-Premiere 2005 dazu, dass damals weit über 200.000 Zuschauer auf den Flugplatzkurs pilgerten.

Duell auf Augenhöhe?

Justin Wilson
Justin Wilson ist der einzige Edmonton-Sieger im IndyCar-Feld
© IRL

Umgekehrte Vorzeichen also, denn plötzlich haben die ehemaligen ChampCar-Piloten einen erheblichen Ortsvorteil. Neben Wilson starteten in Edmonton bereits Mario Dominguez, Ryan Hunter-Reay, Bruno Junqueira, Will Power, Graham Rahal, Oriol Servia und Paul Tracy.

Letzterer beherrschte natürlich die Schlagzeilen, denn der Kanadier wird am Wochenende sein IndyCar-Debüt in einem von Walker Racing vorbereiteten Vision-Dallara mit der Startnummer 22 geben. Tracys Anwesenheit wird der IndyCar-Premiere zusätzlichen Schub verleihen.

Der interessanteste Aspekt des Edmonton-Wochenendes ist also der Vergleich ChampCar versus IndyCar, der dieses Mal durchaus auf Augenhöhe ablaufen könnte, denn die Vor- und Nachteile der beiden Parteien wiegen sich gegenseitig auf.

Das Newman/Haas-Team oder auch KV-Racing mit den Herren Wilson, Rahal, Power und Servia in den Cockpits dürften durchaus in der Lage sein, Penske, Ganassi oder Andretti/Green in Edmonton die Stirn zu bieten. Oder anders formuliert: Wenn nicht hier, wann dann?

Kanaan hat noch nicht aufgegeben

Marco Andretti Tony Kanaan
Marco Andretti und Tony Kanaan haben in Edmonton einiges gut zu machen
© IRL

Doch leicht wird das nicht: Penske zeigte sich vor Wochenfrist in Mid-Ohio mit der Pole Position und einem Doppelsieg bärenstark. Ganassi und Scott Dixon befinden sich auf direktem Meisterschaftskurs, und Andretti/Green wird sicherlich seine desolate Mid-Ohio-Vorstellung wieder gutmachen wollen.

Hinter Dixon und Penske-Pilot Helio Castroneves liegt Tony Kanaan, der beste aus dem AGR-Quartett, auf Gesamtposition drei und weist fünf Rennen vor Saisonende stattliche 90 Punkte Rückstand auf den Neuseeländer auf. "Wir kämpfen nach wie vor um den Titel, also werden wir unser Bestes geben, um Dixons Führung schrumpfen zu lassen", versprach der Brasilianer.

Etwas überraschend befindet sich übrigens Enrique Bernoldi auf der 27 Fahrer starken Meldeliste, denn es gab im Vorfeld hartnäckige Gerüchte, dass der Brasilianer in Diensten von Conquest Racing ab Edmonton durch Lokalmatador Alex Tagliani abgelöst werden sollte.

Edmonton bildet auch das Ende einer anstrengenden sechswöchigen Periode, in der die IndyCar-Teams an jedem Wochenende aktiv wurden. Anschließend gibt es eine kleine Verschnaufpause, bevor es am 9. August in Kentucky weitergeht. 95 Runden werden am kommenden Wochenende beim Rexall Edmonton Indy gefahren. Die Startflagge fällt am Samstagabend gegen 23:00 Uhr MESZ.

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